Sondernewsletter 03/2009 des Deutschen Kinderhospizverein e.V. vom 27.04.2009
 
 

der Deutsche Kinderhospizverein e.V. möchte Sie in diesem Monat mit einem Sondernewsletter der Deutschen Kinderhospizakademie informieren:

Der Bereich Schule im Deutschen Kinderhospizverein e.V.

Stand und Perspektiven

 

 

Für viele Kinder mit lebensverkürzender Erkrankung ist die Schule neben der Familie ein wichtiger Lebensort, an dem viel Zeit verbracht wird und soziale Kontakte geknüpft werden.

 

Aufgrund gehäufter Anfragen von Eltern, Lehrern und Lehrerinnen hat sich der Deutsche Kinderhospizverein e.V. im Jahr 2003 entschlossen, den Bereich (Förder)schule mehr in den Blick zu nehmen und Kornelia Weber, Mutter eines gestorbenen Sohnes, Trauerbegleiterin und Lehrerin damit beauftragt, Seminarkonzeptionen zu entwickeln, Seminare durchzuführen und zu evaluieren

und die Vernetzung im Bereich Schule inhaltlich und organisatorisch voranzubringen.

Es folgten zahlreiche Seminare und eine Fachtagung.

 

Buchpublikation

Wir freuen uns, dass wir Ihnen jetzt dazu eine neue Veröffentlichung  vorstellen können, die Ergebnisse dieser Tagung und praktische Erfahrungen der Kinderhospizarbeit enthält:

 

Deutscher Kinderhospizverein e.V. (Hrsg.)

Begleiten-Abschiednehmen-Trauern

Kinder mit lebensverkürzender Erkrankung

Verlag selbstbestimmtes Leben

ISBN:978-3-910095-73-1

EUR 14,90 (Nichtmitglieder im DKHV e.V.)

EUR 10,00 (Mitglieder im DKHV e.V.)

 

Damit wird erstmalig im Rahmen einer Buchpublikation die Situation lebensverkürzend erkrankter Kinder in der Schule in den Mittelpunkt gestellt.

Das Buch enthält eine Sammlung von Aufsätzen zum Thema, die die Situation der erkrankten. Kinder sowohl theoretisch als auch sehr praxisnah erfassen.

Bekannte Forscher zum Themenkomplex – wie Prof. Dr. Ursula Haupt, Prof. Dr. Sven Jennessen, Prof. Dr. Christoph Leyendecker- begründen aus wissenschaftlich-theoretischer Sicht die Notwendigkeit, Leben, Sterben und Tod in das schulische Geschehen zu integrieren.

 

Praktiker aus dem Schulbereich und der Kinderhospizarbeit berichten von konkreten Erfahrungen in der Begleitung von einzelnen Kindern, Gruppen und Schulklassen.

Von lebensverkürzender Erkrankung selbst betroffene junge Männer, Eltern und Geschwister führen aus, wie sich für sie das Leben darstellt.

 

Insgesamt beinhaltet das Buch ein breites Spektrum an Erfahrungen, Denkanstößen und konkreten Ideen zum Leben mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen.

 

Seminararbeit

Der Deutsche Kinderhospizverein e.V.  führt Seminare für Lehrerinnen und Lehrer sowie andere Fachkräfte an Förderschulen und Eltern durch.

Aufgrund eines wachsenden Interesses am Thema haben wir die Anzahl an Referenten  erweitert.

Wir  können jetzt Deutschland weit Seminare anbieten.

Die Fortbildungen finden in Bildungshäusern oder schulintern - nach individueller Absprache und vor Ort - statt.

 

Anfragen richten Sie bitte an:

 

Deutsche Kinderhospizakademie

Frau Silke Schneider

Fon: O2761/ 9412933; Email: silke.schneider@deutscher-kinderhospizverein.de

 

 

 

Rückmeldungen von Seminarteilnehmerinnen

 

Cornelia Zimmerlin-Vollmer, Mutter von Felix, der die Körperbehindertenschule in Langensteinbach besucht, schreibt über ihre Erfahrungen im Seminar „Begegnung mit Tod und Trauer in der Schule“:

 

So ein persönliches und emotionales Thema, und dann sitzen wir da in einer so

großen Runde: 27 Menschen, 1/3 Eltern, 2/3 Lehrer. Wie mag das gehen?

Es geht sehr gut.

Wir sind alle sehr verbunden. Eine Dichte und Nähe ist greifbar im Raum - und trägt uns durch die Seminartage.

In der Auseinandersetzung mit dem Thema Trauer und Tod wird echtes Leben, echte

Begegnung spürbar, das Wesentliche sichtbar. Ich fühle mich sehr bewegt und

sehr lebendig!

Das ganze Seminar war durchwoben von Fragen, Ideen, Betroffenheit und

Offenheit, viel Schmunzeln, Lachen und Tränen, Information und Austausch,

Kreativität, Lebendigkeit und Trauer.

 

Vanessa Gohl, Lehrerin von Sven, nahm zwei Monate nach Svens Tod an dem Seminar „Wenn ein Schüler stirbt – wir müssen Abschied nehmen“ teil.

Sie denkt darüber nach, wie das Seminar ihr geholfen hat, Sven, ihre Trauer und ihre Stärke genauer wahrzunehmen:

 

Sven, das ganze Wochenende stand unter einem Stern, und das warst du. Ich bin sehr dankbar, denn ich bin nun ruhiger, erlaube es mir, um dich zu trauern. Ich bin nicht mehr so hysterisch. Es gibt keinen Schlussstrich, denn du bist weiterhin da.

 

 

 

Interessierte Förderschulen und Lehrer und Lehrerinnen und andere Mitarbeitende

in Schulen können individuelle Seminare mit uns absprechen oder unser Jahresprogramm anfordern.

 

 

 

 

 

 


 
 

 
 
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