




Fortbildung für Ehrenamtliche im Deutschen Kinderhospizverein
Unter dem Titel „Leben mit Grenzen“ fand vom 8. & 9. November eine Fortbildung für Ehrenamtliche des Deutschen Kinderhospizvereins statt, an der 100 von ihnen teilnehmen konnten. Die Deutsche Kinderhospizakademie hatte eingeladen, sich über die vielen Facetten der Arbeit auszutauschen und fortzubilden.
Zu Beginn der Veranstaltung dankten die Präsidentin des nordrhein-westfälischen Landtages, Regina van Dinther und Margret Hartkopf vom Vorstand des Deutschen Kinderhospizvereins den Anwesenden und damit stellvertretend allen Ehrenamtlichen - für ihr vorbildliches, unermüdliches und vielfältiges Engagement im Dienste der lebensverkürzend erkrankten Kinder und ihrer Familien: Ehrenamtliche sind der Schatz der Kinderhospizarbeit.
Anliegen des ersten Tages war es, die Teilnehmenden für die Bedürfnisse derjenigen Kinder zu sensibilisieren, die sich aufgrund extremer körperlicher und oft auch geistiger Einschränkungen nur noch durch minimale nonverbale Signale mitteilen können. Welche Wünsche haben sie an ihre Begleiter? Wie kann eine Verständigung jenseits von Lautsprache gelingen? Welche Haltung können wir den Kindern entgegenbringen? Der im deutschsprachigen Raum führende Vertreter auf dem Fachgebiet der schwerst mehrfach behinderten Kinder, Professor Dr. Andreas Fröhlich, ermutigte die Zuhörer: Entdecken sie die Möglichkeiten, über Körpersignale zu kommunizieren und so in einen Dialog mit dem Kind zu gelangen. Das Impulstheater Düsseldorf - ein reines Improvisationstheater - ermöglichte es, auf spielerische Weise eigene Erfahrungen aus der ehrenamtlichen Arbeit zu reflektieren.
Gelebte Würde in der Kinderhospizarbeit, der Umgang mit der eigenen Trauer, die Gestaltung der kostbaren Zeit zwischen Tod und Bestattung, Möglichkeiten der Begleitung von Familien unterschiedlicher Kulturkreise, die Bedürfnisse von Geschwistern lebensverkürzend erkrankter Kinder, Anforderungen an eine kultursensible Begleitung und der Umgang mit Nähe und Distanz im Alltag der Begleitung standen am zweiten Tag auf dem Programm. Unter dem Motto: „Lachend zurück in den Alltag“ verabschiedeten die Die Clowns Micha und Lulu die Ehrenamtlichen mit Humor und Situationskomik.
Insgesamt, so ergaben die Rückmeldungen der Teilnehmenden, war es ein gelungenes, rundes Wochenende mit wichtigen Impulsen, Kontakten und Informationen. Die anregende Atmosphäre der von Künstlern gestalteten „Art Fabrik & Hotel“ Wuppertal trug zum Gelingen wesentlich bei. Die Deutsche Kinderhospizakademie wird künftig vermehrt Fortbildungen für die insgesamt 500 im Deutschen Kinderhospizverein aktiven Ehrenamtlichen anbieten.
Wir bedanken uns bei der Bethe Stiftung für die großzügige Unterstützung.

