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Geschwisterkinder sollen gestärkt werden

In unserem neu erschienen Jahresrückblick 2020, der auf der Startseite heruntergeladen werden kann, stellen wir auch die Angebote für Geschwister von lebensverkürzend erkrankten Kindern vor. Aus dem Fritzlarer Dienst arbeiten Gerd Fröhlich und Marlies Spoelstra in dieser Gruppe mit. Von ihr stammen auch diese Zeilen.

In der Pandemie haben sich auch für unseren Geschwistertreff die Bedingungen grundlegend verändert – nicht nur für die Kinder selbst, sondern auch für die vier ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Koordinatorin Angelika Becker. Zum Team gehören Marlie Spoelstra, Gerd Fröhlich, Regina Kählich und Marina Krug.

Früher traf sich die Gruppe – sechs bis acht Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren - regelmäßig samstags für etwa drei Stunden, meist in den Büroräumen des Kasseler Dienstes. Die Geschwister der lebensverkürzend erkrankten Kinder genießen diesen geschützten Raum und die absolute Vertraulichkeit. Sie können spielen, basteln, etwas gemeinsam unternehmen (z.B. Minigolf spielen, Eis essen) und sich mit anderen austauschen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Zum Anfangsritual gehörte beispielsweise die Begrüßung durch den Raben Rocco, bevor mit inhaltlich Geschichten vom Drachen Ramga, der auch ein erkranktes Geschwisterkind hat, eingestiegen wird. Die Kinder können sich wiederfinden und einbringen. Niemand muss etwas, aber jeder kann etwas sagen. Ziel ist es, den Kindern Lösungen anzubieten und ihre psychische Widerstandskraft zu stärken. Immer gibt es zum Abschluss ein leckeres Essen nach den Wünschen der Kinder.

Und dann kam die Pandemie. Ein Geschwistertreff konnte noch in den Büroräumen in Kassel stattfinden. Für den Herbst waren wieder Aktivität außer Haus geplant, aber davon mussten wir Abstand nehmen. Inzwischen sind wir auf Zoomtreffen umgestiegen. Im Dezember haben wir ein Treffen digital mit drei Kindern nach der bekannten Struktur gehabt. Es hat viel Spaß gemacht, und die Kinder haben uns ihr Zuhause gezeigt.

Das zweite Zoomtreffen fand am 30. Januar mit sechs Kindern statt. Es dauerte eine Stunde und bestand aus Begrüßung, Geschichte, einem Spiel sowie einer Reflexion. Die Kinder waren motiviert und begeistert dabei. Den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wurde aber bewusst, dass es nur ein Ersatz für persönlichen Kontakt sein kann.

Für Kinder, die nicht über die technischen Möglichkeiten verfügen, kann der Verein Endgeräte zum Ausleihen bereitstellen. Interessant für Jugendliche ist vielleicht auch ein Seminar beim DKHV in Olpe. Dort werden bundesweit von Sandra Schopen Seminare für Jugendliche angeboten.

ZumFoto: Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst hat sich auch zur Aufgabe gemacht, sich um die Geschwister von lebensverkürzend erkrankten Kindern zu kümmern. Bei den regelmäßigen Treffen wird gespielt und gebastelt oder gemeinsam etwas unternommen.  Archiv-Foto: Deutscher Kinderhospizverein

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