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Pressemitteilung zum Tag der Menschen mit Behinderung 2019

Deutscher Kinderhospizverein kritisiert Referentenentwurf zum „Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz“ (RISG)

Der Deutsche Kinderhospizverein e.V. (DKHV e.V.) wird im nächsten Jahr 30 Jahre alt. Mit ihm sind auch einige Kinder mit lebensverkürzender Erkrankung zu jungen Erwachsenen herangewachsen. Sie haben meist Behinderungen, werden teilweise beatmet. Nun liegt seit einiger Zeit der Referentenentwurf zum Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz (RISG) vor, zu dem der DKHV e.V. Stellung genommen hat.

Recht auf eigene Wahl des Aufenthaltsortes sichern

„Der Entwurf hebelt zentrale Menschenrechte aus, denn nach Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention haben Menschen mit Behinderung das Recht, ihren Aufenthaltsort frei zu wählen. Sie dürfen entscheiden, wo und mit wem sie leben möchten. Wenn Menschen mit hohem Bedarf an medizinischer Behandlungspflege, diese nur dann erhalten, wenn sie in einer vollstationären Pflegeeinrichtung leben – wie im RISG beschrieben, wäre dies ein klarer Verstoß gegen dieses Recht“, so Martin Gierse, Geschäftsführer des DKHV e.V.

Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention erkennt das Recht von Menschen mit Behinderungen an, mit den gleichen Wahlmöglichkeiten wie andere Menschen in der Gemeinschaft zu leben. Dabei ist unabhängige Lebensführung im Sinne von einer selbstbestimmten Lebensführung zu verstehen. Gleichzeitig legt sie den Staaten die Verpflichtung auf, für die Verwirklichung dieser wirksame Maßnahmen zu treffen. Diese Maßnahmen sollen eben auch gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen. Sie sollen weiterhin entscheiden dürfen, wo und mit wem sie leben und nicht verpflichtet sein, in besonderen Wohnformen zu leben.

Wie wichtig jungen Menschen dies ist, verdeutlicht auch die Aussage von Nora Welsch, einer jungen Frau mit Muskelerkrankung: „Ich erwarte von der Politik Unterstützung dabei, auch künftig ein autonomes Leben mit Assistenz führen zu können. Wir jungen Menschen wollen unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten. Der Referentenentwurf für ein Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz führt dafür, dass viele Menschen Angst haben, dass sie nicht mehr allein leben dürfen, sondern in Einrichtungen leben müssen.“

Stellungnahme des Deutschen Kinderhospizvereins zum RISG

Der Deutsche Kinderhospizverein hat sich klar zum Referentenentwurf positioniert.
Die entsprechende Stellungnahme ist abrufbar unter: http://bit.ly/DKHV_Stellungnahme_RISG
(Ausführlicher Link: https://www.deutscher-kinderhospizverein.de/fileadmin/pdf/Aktuelles/20190826_Stellungnahme.pdf)

Zusätzlich ist das Thema „Wohnformen“ – auch aus der Sicht betroffener junger Erwachsener – Schwerpunktthema des Jahresmagazins „Die Chance“ des DKHV e.V.
Sie erhalten diese als Printversion gegen eine Schutzgebühr von 5 EUR beim Verein. Dazu eine E-Mail an info(at)deutscher-kinderhospizverein.de senden.


Zum Tag der Menschen mit Behinderung:

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember jedes Jahres ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenk- und Aktionstag, der das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern soll.

Zum Verein:

Der Deutsche Kinderhospizverein e.V. (DKHV e.V.) wurde 1990 von betroffenen Familien gegründet. Er thematisiert die Lebenssituation, das Sterben und den Tod von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer lebensverkürzenden Erkrankung.
Der DKHV e.V. ist Wegbereiter der Kinderhospizarbeit in Deutschland. Mit 24 ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten an 29 Standorten bundesweit begleitet und unterstützt der Verein Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden Erkrankung und deren Familien. Der DKHV e.V. mit Sitz in Olpe (NRW) beschäftigt über 130 hauptamtliche und mehr als 1.000 ehrenamtliche Mitarbeitende. Unter dem Dach des DKHV e.V. bietet die Deutsche Kinderhospizakademie jährlich mehr als 50 Seminar-, Begegnungs- und Bildungsangebote für betroffene Familien, ehrenamtliche Begleiter und Interessierte an.
Es ist die Aufgabe des Vereins, die Kinder- und Jugendhospizarbeit und deren Strukturen zu stärken.

 
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Deutscher Kinderhospizverein e.V.

In der Trift 13
57462 Olpe

Telefon: 0 27 61 / 94 12 90
Telefax: 0 27 61 / 94 12 9-60

E-Mail: info(at)deutscher-kinderhospizverein.de

 
 

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