Veranstaltungsangebote der Deutschen Kinderhospizakademie

Die Deutsche Kinderhospizakademie veranstaltet Seminare und Begegnungen für die unterschiedlichsten Zielgruppen.

Erläuterungen zu den Angeboten erhalten Sie jeweils im Folgenden.

Alle Termine zu den Veranstaltungen finden Sie in unserem Kalender. Dort können Sie nach der entsprechenden Kategorie filtern.
Für jedes Angebot besteht dort auch direkt die Möglichkeit der Anmeldung.

Zielgruppenspezifische Angebote

  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden Erkrankung

    Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzender Erkrankung haben wie alle anderen Kinder und Jugendlichen auch das Bedürfnis, ab und zu ein paar Tage unter Gleichaltrigen und ohne ihre Eltern zu verbringen.

    In den Workshops und bei den Ferienbegegnungen haben sie dazu die Gelegenheit.

    - Gemeinschaft mit anderen erkrankten Kindern und Jugendlichen sowie ihren Begleiterinnen und Begleitern zu erleben und dadurch Solidarität und Stärkung zu erfahren,

    - im Miteinander mit anderen erkrankten Kindern und Jugendlichen bewusster die eigene Erkrankung wahr zu nehmen,

    - kreative Potenziale zu entfalten und auch auf nicht sprachliche Weise mit der Welt in Kontakt zu sein,

    - viele neue Erfahrungen zu sammeln und Freude zu erleben.

    Alle Angebote sind an den Möglichkeiten und Bedürfnissen der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen ausgerichtet. Deshalb wechseln sich kreative Phasen, gemeinsame Aktionen, Entspannung und Ruhe ab.

    Die Leitung liegt bei einer pädagogischen Fachkraft; zum Team gehören auch der Fachreferent für die inhaltliche Gestaltung sowie in der Kinderhospizarbeit erfahrene Kinderkrankenschwestern/-pfleger, die Tag und Nacht die pflegerische Versorgung und die Medikamentengabe sichern.

    Während der gesamten Veranstaltung wird jedes Kind und jeder Jugendliche 24 Stunden lang von einem eigenen ehrenamtlichen Begleiter bzw. einer Begleiterin unterstützt. Dadurch kann sichergestellt werden, dass das Kind/ der Jugendliche seine Kompetenzen zur Entfaltung bringen und sich seinen Möglichkeiten gemäß am Programm beteiligen kann.

    Im Vorfeld der Workshops und Begegnungen füllen die Familien der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen ausführliche Fragebögen rund um die Bedürfnisse, Vorlieben und Abneigungen der Kinder aus, so dass sich das Veranstaltungsteam gut auf die Begleitung der Kinder und Jugendlichen einstellen kann. Darüber hinaus findet ein Telefonat mit den Eltern statt, in dem offenen Fragen besprochen sowie die Wünsche der Eltern, wie in möglichen Not- und Krisensituationen vorgegangen werden soll, thematisiert werden. Die Eltern können auch zum ehrenamtlichen Begleiter ihres Kindes im Vorfeld Kontakt aufnehmen.

    Alle Tagungshäuser sind barrierefrei und nach den Bedürfnissen der jeweiligen Veranstaltung und ihrer Teilnehmer/innen ausgewählt. Die Küchen erfüllen gerne alle speziellen Ernährungswünsche und sind auf besondere Anforderungen eingestellt.

  • Familien

    Familienseminare haben im Deutschen Kinderhospizverein e.V. eine lange Tradition. Schon seit Mitte der 90er Jahre treffen sich Familien, deren Kinder lebensverkürzend erkrankt und/oder gestorben sind, um

    - gemeinsam eine gute Zeit als Familie zu verbringen,

    - Zeit zu finden, auf die eigenen Lebensthemen zu schauen und mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen,

    - sich in kreativen Workshops mit der Erfahrung von Krankheit, Sterben und Tod sowie der eigenen Trauer auseinanderzusetzen,

    - sich über die eigene Lebenssituation auszutauschen und von den unterschiedlichen Erfahrungen zu profitieren,

    - Informationen zu erhalten, die Orientierung geben und zur Bewältigung der eigenen Alltagswirklichkeit beitragen können,

    - sich durch die Erfahrung des Miteinanders und der Solidarität für den Alltag zu stärken.

    Im Familienseminar finden unter Leitung von Fachreferenten kreative und erlebnispädagogische Workshops für die erkrankten Kinder und Jugendlichen, Eltern und Geschwister statt.

    Jedes Kind und jeder Jugendliche mit lebensverkürzender Erkrankung wird während der Tagesstunden von einem eigenen ehrenamtlichen Begleiter bzw. einer Begleiterin unterstützt. Aufgabe der Begleitung ist es vor allem sicherzustellen, dass das Kind bzw. der Jugendliche seine Kompetenzen im Workshop zur Entfaltung bringen und sich den eigenen Möglichkeiten gemäß am Programm beteiligen kann. In dieser Zeit können sich die Eltern und Geschwister auf ihre eigenen Themen konzentrieren. An den Abenden sichern ehrenamtliche Mitarbeiter/innen auf den Fluren, dass den Eltern genug Zeit für Austausch und Geselligkeit bleibt. In den Nächten sind die Familien in Mehrbett- oder Doppelzimmern untergebracht; die erkrankten Kinder übernachten bei ihren Eltern.

    Zum Team gehören auch Kinderkrankenschwestern bzw –pfleger; sie übernehmen neben den ehrenamtlichen Begleitern die pflegerische Versorgung der Kinder sowie die Medikamentenvergabe.

    Alle Familienseminare finden in Beleghäusern statt, die behindertengerecht eingerichtet sind und sich auf die Bedürfnisse der Familien – z.B. im Hinblick auf die Nahrungszubereitung – einstellen.

  • Eltern

    Mütter und Väter von Kindern mit lebensverkürzender Erkrankung sehen sich vor große Herausforderungen gestellt. Es gilt, den Alltag der Familie zu organisieren angesichts der Erkrankung des Kindes, und ein Familienleben zu gestalten im Bewusstsein der Nähe von Sterben und Tod. Aber auch die eigene vorausgehende Trauer kann belastend für den Alltag sein.

    Elternseminare haben deshalb das Ziel...

    - in der Begegnung mit anderen Müttern und Vätern Solidarität zu erfahren und Kraft für den Alltag zu sammeln,

    - sich mit ebenfalls Betroffenen über die eigene Lebenssituation auszutauschen und von den unterschiedlichen Erfahrungen zu profitieren,

    - sich mit der Erfahrung von Krankheit, Sterben und Tod sowie der eigenen Trauer auseinanderzusetzen,

    - Zeit zu finden, die eigenen Lebensthemen in den Blick zu nehmen und mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen,

    - sich mit seiner Rolle als Frau und Mann, Mutter und Vater angesichts der besonderen Familiensituation zu befassen,

    - Unterstützung bei der Entfaltung individueller Ressourcen zu erhalten,

    - Informationen zu erhalten, die zur Bewältigung der alltäglichen Herausforderungen beitragen können,

    - in kreativen oder sportlichen Aktivitäten Erholung und Entspannung zu finden.

    Die Vorbereitung der Elternseminare geschieht in Kooperation betroffener Mütter und Väter mit den Verantwortlichen der Deutschen Kinderhospizakademie, um sicherzustellen, dass die Seminare und Begegnungen eng an den Bedürfnissen der Eltern orientiert sind.

  • Geschwister

    Die Deutsche Kinderhospizakademie bietet seit vielen Jahren Angebote für Geschwister von Kindern mit lebensverkürzender Erkrankung an. Die Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung des Bruders oder der Schwester verändert auch den Alltag der Geschwister mit zum Teil erheblichen Auswirkungen auf ihren gewohnten Lebensrhythmus und auf ihre Beziehungen innerhalb und außerhalb der Familie. Für den Umgang mit ihrer eigenen Unsicherheit und Trauer und die Anpassung an Veränderungsprozesse innerhalb des Familiensystems fehlen den Geschwistern oft vergleichbare Vorbilder.

    Wir bieten den Geschwistern verschiedene Veranstaltungen für unterschiedliche Altersgruppen an und laden sie ein, über Rückmeldebögen und in den Angeboten selbst an der Programmgestaltung aktiv mitzuwirken.

    Die Geschwisterangebote bieten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Forum außerhalb der Familienstruktur und Gelegenheit

    - Gemeinschaft und Solidarität mit Gleichaltrigen in ähnlicher Lebens- und
     Alltagssituation zu erleben,

    - Unterstützung und Verständnis im Austausch mit anderen „Wissenden“ zu
     erfahren und von den geteilten Erfahrungen zu profitieren,

    - die eigene Rolle als Kind der Familie, als Bruder oder Schwester und auch als
     eigene Persönlichkeit zu reflektieren,

    - das Erleben von Trauer, Tod und Sterben zu teilen und gemeinsam zu
     (er)tragen,

    - Neues zu wagen, aber auch miteinander Spaß zu haben.

    Die Wochenendangebote finden in Jugendherbergen oder Jugendbildungshäusern statt, während die Tagesangebote ihren Ausgangspunkt in der Regel in einem der ambulanten Kinderhospizdienste haben. Bei allen Angeboten  - ob kreativ, erlebnispädagogisch oder thematisch - werden die Geschwister von erfahrenen Fachreferentinnen und -referenten sowie ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Kinderhospizarbeit begleitet, die viel Zeit für sie und ihre Alltagsthemen haben.

  • Ehrenamtlich Mitarbeitende der Kinder- und Jugendhospizarbeit

    Die Deutsche Kinderhospizakademie veranstaltet seit vielen Jahren Seminare für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhospizarbeit. Ziel der Seminare ist es, ehrenamtlich Engagierten der Kinder- und Jugendhospizarbeit...

    -    einen Raum zu öffnen, sich mit der eigenen Motivation und dem eigenen
          Engagement auseinanderzusetzen,

    -    Gelegenheit zu geben, eigene Potentiale einzubringen, Erfahrungen
           miteinander auszutauschen und voneinander zu lernen,

    -    einen Rahmen zu geben, sich mit wichtigen Fragestellungen der Kinder-
           und Jugendhospizarbeit zu befassen,

    -    zu sensibilisieren für die besonderen Belange der Kinder- und Jugend-
          hospizarbeit,

    -    Kenntnisse zu vermitteln, die für das ehrenamtliche Engagement in der
          Kinder- und Jugendhospizarbeit hilfreich sind,

    -    den Blick für die eigenen Möglichkeiten und auch Grenzen zu schärfen,

    -    Möglichkeiten zu eröffnen, ihr Engagement auch vor dem Hintergrund eigener
          Lebenserfahrungen zu reflektieren.

    Die Seminarangebote der Deutschen Kinderhospizakademie richten sich an alle in der Kinder- und Jugendhospizarbeit ehrenamtlich Engagierten. Sie möchten auch Gelegenheit geben, über das eigene regionale Einsatzfeld hinaus mit anderen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder- und Jugendhospizarbeit in Kontakt zu treten, die Arbeit zu reflektieren und durch den Austausch für das eigene Engagement zu profitieren.

  • Hauptamtlich Mitarbeitende der Kinder- und Jugendhospizarbeit

    Die Deutsche Kinderhospizakademie veranstaltet seit vielen Jahren Seminare für hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhospizarbeit.

  • Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte

    Menschen, die in Förderschulen arbeiten, sowie zunehmend auch Lehrerinnen und Lehrer im Regelschulbereich begegnen oftmals Kindern und Jugendlichen mit schwerer Behinderung und lebensverkürzender Erkrankung. Für Lehrende können in dieser Begegnung mit den Schülern und Schülerinnen und deren Familien viele Unsicherheiten und Fragen entstehen.

    Die Deutsche Kinderhospizakademie bietet Mitarbeitenden in Schulen Fortbildungsseminare, in denen die unterschiedlichen Fragen um Krankheit, Sterben und Tod von Schülern thematisiert und Hinweise zu einem angemessenen Umgang mit Tod und Trauer im Schulkontext gegeben werden.

    Die Seminare werden von erfahrenen Referentinnen und Referenten aus den Kontexten Schule und Kinderhospizarbeit durchgeführt. Die Referentinnen und Referenten der Deutschen Kinderhospizakademie kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und können deshalb ortsnah zu Ihrer Schule eingesetzt werden. Ort und Zeit werden flexibel nach Absprache gestaltet.

    Das Seminarkonzept für Ihre Schule erstellen wir in enger Absprache mit Ihnen. Die konkreten Inhalte werden abgesprochen und auf die Notwendigkeiten Ihrer Schule zugeschnitten.
    Falls in Ihrer Region ein Kinder- und Jugendhospiz(dienst) vorhanden ist, kann er gegebenenfalls im Sinne einer Vernetzung einbezogen werden.

    Mögliche Seminarinhalte

    Die folgenden Inhalte können in Veranstaltungen bearbeitet werden:

    Die Lebensituation von Kindern und Jugendli­chen mit lebensverkürzender Erkrankung

    Was weiß man über ihre Bedürfnisse, Ängste, Wünsche und Hoffnungen?
    Was teilen sie uns selbst mit?

    Die Begleitung erkrankter und sterbender Kinder

    Was bedeutet Begleiten?
    Welche Kompetenzen benötige ich?

    Trauer

    Wie zeigt sich Trauer bei Erwachsenen und Kindern?
    Wie trauern Menschen, die nicht verbal kommunizieren?
    Wie können trauernde Menschen unterstützt werden?

    Rituale

    Wie können Rituale Menschen stärken? Welche Rituale können beim Abschied hilfreich sein?
    Welche Ritualhandlungen sind für die Schulgemeinschaft sinnvoll?

    Die Begegnung mit der Familie des erkrankten Kindes/Jugendlichen

    Wie kann ein gutes Miteinander von Pädagogen und der Familie gelingen?
    Was erschwert die Kommunikation? Was erleichtert sie?

    Kinderhospizarbeit

    Was kann die Kinderhospizarbeit an Unterstützung bieten?
    Welche Möglichkeiten gibt es für Schulen? Welche für betroffene Familien?

    Eigene Auseinandersetzung mit Verlust- und Todeserfahrungen

    Welche schweren Abschiedssituationen habe ich erlebt?
    Wie gehe ich damit um? Welche Erfahrungen mit Tod und Trauer habe ich als Kind gemacht?
     

    Kontakt und nähere Informationen

    Absprachen und Seminarplanung

    Hanna Klein, Referentin der Deutschen Kinderhospizakademie
    Tel.: 02761/94129 61 
    E-Mail: hanna.klein(at)deutscher-kinderhospizverein.de

    Anmeldung und Information

    Silke Schneider, Sachbearbeiterin
    Tel.: 02761/94129 33 (montags bis donnerstags vormittags)
    E-Mail: silke.schneider(at)deutscher-kinderhospizverein.de
     

    Flyer Angebote für Schulen

  • Interessierte

    Die Deutsche Kinderhospizakademie führt Veranstaltungen durch, die sich mit einzelnen Themen der Kinderhospizarbeit befassen und zu einer breiteren gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den Anliegen und Inhalten der Kinderhospizarbeit beitragen sollen. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Zielgruppenübergreifende Veranstaltungen

  • Fachtagungen

    Im zweijährigen Turnus findet eine große Fachtagung statt. Im Mittelpunkt steht jeweils ein Thema aus dem breiten Spektrum der Kinderhospizarbeit. Dieses wird für eine bestimmte Zielgruppe - wie beispielsweise Lehrer oder Ehrenamtliche in der Kinderhospizarbeit - in Form von Referaten, Workshops und interaktiven Einheiten in seinen unterschiedlichen Facetten vermittelt.

    Die bisherigen Fachtagungen fanden zu folgenden Themen statt:

    1. November 2006: Krankheit, Tod und Trauer in der Förderschule - Erfahrungen, Erkenntnisse, Perspektiven
    2. November 2008: "Leben mit Grenzen" - Fortbildung für Ehrenamtliche des Deutschen Kinderhospizvereins e.V.
    3. Juni 2010: Was ist "gute" Kinderhospizarbeit - Ergebnisse eines Forschungsprojektes in der Diskussion
    4. Oktober 2010: Geschwister im Fokus - Ergebnisse eines Modellprojektes für Geschwister lebensverkürzend erkrankter und/oder gestorbener Kinder und Jugendlicher im Rheinland
    5. September 2012: Rituale in der Kinderhospizarbeit - im Leben, im Sterben, im Gedenken
    6. Oktober 2014: "... die zweite Geige spielen, damit der Solist sich entfalten kann." Subjektorientierung und gelingende Kommunikation in der Kinder- und Jugendhospizarbeit
  • Deutsches Kinderhospizforum

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